AKTUELLES

25.3.15 – Geretsried ist jetzt offizielles Mitglied des Badehaus-Vereins!

26.3.15 – ILB/merkur-online – Sabine Schörner und Sabine Hermsdorf
Müller träumt von “Weg der Kultur”
Die Stadt rührt für ihr Museum kräftig die Werbetrommel. Damit es die Besucher auch finden, hat Bürgermeister Michael Müller eine Idee: Ein Skulpturenpark könnte das Rathaus und das Museum besser verbinden.
26.3.15 – sueddeutsche.de – Felicitas Amler
“Ausgestreckte Hand” – Ausstellung “Lager Föhrenwald” in Geretsried
Geschichte verbindet. Im Fall der heutigen Städte Wolfratshausen und Geretsried ganz unmittelbar: Die Geschichte des Lagers Föhrenwald betrifft sie beide. Darüber sind sich der Geretsrieder Bürgermeister Michael Müller, seine Kultur-Mitarbeiterin Anita Zwicknagl und die Vorsitzende des Historischen Vereins Wolfratshausen, Sybille Krafft, einig. Daher soll das drei Phasen umfassende Kapitel “Lager Föhrenwald” im Geretsrieder Stadtmuseum vertieft werden. Und die Stadt Geretsried ist Mitglied im Verein Bürger fürs Badehaus Waldram-Föhrenwald geworden.

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TERMIN VORMERKEN: Mittwoch, 8. April, 19 Uhr!

Liebe Mitglieder,
unsere Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen findet im Evangelischen Gemeindehaus von Waldram statt. Die schriftliche Einladung folgt in Kürze.

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Der Vorverkauf hat begonnen!

Veranstaltung des HISTORISCHEN VEREINS WOLFRATSHAUSEN e.V. zugunsten des Erinnerungsprojekts Badehaus Waldram-Föhrenwald

HVW, Vorverkauf für 10.5.15

Prominente Gäste lesen Werke verfemter Autoren:
Gedenken an die Bücherverbrennung
So, 10. Mai 2015, 19 Uhr, Loisachhalle Wolfratshausen

Karten für € 25 zzgl. VVK-Gebühr im Rathaus Wolfratshausen oder online über München Ticket

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VORANKÜNDIGUNG!

So, 26.4.15 – 13.30–14 Uhr – Bayern 2/Reihe Land und Leute
Hörbild und Feature von Dr. Sybille Krafft

“Ich hatte keine Zeit für die Angst”
Maria Seidenberger – Geschichte einer couragierten Frau

Als die ersten KZ-Häftlinge vorbeigetrieben werden, steht Maria Seidenberger mit ihrer Mutter weinend am Fenster des Elternhauses. Das damals sechsjährige Mädchen kann diesen Anblick nicht mehr vergessen. Immer wieder muss sie an die seltsam traurigen Männer denken, die sich in “komischen Anzügen” zur Arbeit schleppen.

HVW, Maria Seidenberger   Mit 17 Jahren riskiert sie dann ihr Leben, um den NS-Opfern zu helfen: Sie leitet Nachrichten, Briefe und Fotografien aus dem Konzentrationslager Dachau an Angehörige weiter, entwickelt heimlich aufgenommene Fotos und versteckt in einem Bienenkorb ihres Vaters Schriftstücke von Häftlingen.
Als kurz vor Kriegsende Tausende von Gefangenen auf dem so genannten Todesmarsch wieder an ihrem Haus vorbeiziehen müssen, hält sie das mit ihrer Kamera fest. Erneut zeigt sie Geistesgegenwart und Mut, um diesen Wahnsinn für die Nachwelt zu dokumentieren. Nach der Befreiung zieht Maria Seidenberger mit einem ehemaligen Dachauer Häftling nach Prag. Dort bleibt sie fast 14 Jahre. 1959 kehrt sie in ihr Elternhaus zurück.

Sybille Krafft erzählt die ganz und gar “unerhörte” Geschichte einer couragierten Frau, die lange Zeit völlig unbekannt war. Maria Seidenberger hat nämlich nie viel Aufhebens um ihre waghalsigen Aktionen gemacht und ihre Leistungen zeitlebens, bis zu ihrem Tod im Jahr 2011, eher heruntergespielt. 2005 wurde sie für ihr unerschrockenes Handeln mit dem ersten Dachau-Preis für Zivilcourage geehrt. – Foto: Privatarchiv Maria Seidenberger/Stadt Dachau

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Fr, 1.5.15 – 13.30–14 Uhr – Bayern 2/Reihe Land und Leute
Hörbild und Feature von Dr. Sybille Krafft

“Weg mit diesen Judenweibern!”
Geschichte einer Frauenschule auf dem Land

“Wolfratshausen wurde judenfrei!”, schreibt das örtliche Tagblatt nach der so genannten Reichskristallnacht am 9. November 1938. Damit endet die Geschichte einer jüdischen Hauswirtschaftsschule, die einst so hoffnungsvoll begann.
Am 1. Mai 1926 wurde die “Wirtschaftliche Frauenschule auf dem Lande” im Isartal eröffnet. Hier sollten jüdische Mädchen auf ihre künftige Aufgabe als Hausfrau und Mutter vorbereitet werden. Anfangs waren es acht, später bis zu 100 Schülerinnen, die in dem Pensionat unterrichtet wurden. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme entwickelte sich die Ausbildungsstätte immer mehr zu einem Zufluchtsort für jüdische Mädchen, die von ihren Schulen vertrieben wurden.

HVW, Wolfratshausen, Kronmühle

Schon vor 1933 war das “Judenheim” nicht bei allen Wolfratshausener Bürgern gern gesehen. Aber erst unter dem nationalsozialistischen Regime begannen sich steigernde Drangsalierungen. Wiederholt wurde der Bürgermeister bei der Regierung vorstellig, um eine Schließung der Schule zu erreichen. Das Pogrom vom 9. November bot ihm dann die lang ersehnte Gelegenheit, die “Judenplage” los zu werden. Lehrerinnen und Schülerinnen wurden gezwungen, innerhalb von zwei Stunden die Stadt zu verlassen. Gemeinsam mussten sie mit der Isartalbahn nach München fahren. An der Endstation warteten vier Gestapo-Männer in Zivil.
Sybille Krafft schildert die bewegende Geschichte der Schule und verfolgt die Spuren der aus Wolfratshausen vertriebenen Frauen. – Foto: HVW/Stadtarchiv Wolfratshausen

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Auf diesen Seiten erinnern wir an den Neuanfang, den das Lager Föhrenwald ab 1945 Überlebenden des Holocaust bot.

BaWa, Lager Föhrenwald, Impressionen

Fotomaterial Collage: © Stadtarchiv Wolfratshausen, Ausstellung “Lager Föhrenwald”, 1997

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Schüler fragen Zeitzeugen des jüdischen DP-Lagers Föhrenwald

Unter Federführung von Dr. Sybille Krafft und Eva Greif beteiligte sich eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Klassen Q11/12 des Gymnasiums Geretsried in 2013/14 an dem Zeitzeugenprojekt “Geschichten aus dem DP-Lager Föhrenwald – Zeitzeugeninterviews – Kurzfilme – Videoclips fürs Internet”. Gefördert wurde das Projekt von der EVZ Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft und dem Leo-Baeck-Institut.

Die Schülerinnen und Schüler stellten den Kontakt zu den ehemaligen DPs her und luden sie zu Interviews ein. Die ersten vier Gespräche fanden in 2013 statt: Im Oktober Michael Heigl (Q12) interviewte Boris Gerczikow und Helene Berger aus Düsseldorf. Im Dezember führten Veronika Schlosser und Viktoria Ziesler (Q11) ein Gespräch mit den Münchnern Icek Surowicz und Jacques Cohen. Im Februar 2014 kamen die ehemaligen DPs Majer Szanckower und Abraham Ben aus Frankfurt zu Besuch und wurden von Nicol Mayr, Sophia Anitsakis, Cedric Hübner und Constantin Lentrodt interviewt und gefilmt.

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Sie können diesen Film auch auf YouTube anschauen!

Interview-, Filmteam und Schnitt: Florian Heider, Michael Heigl, Julia Müller, Veronika Schlosser, Felix Sommer, Felix Wieland (Gymnasium Geretsried) und Philipp Lorenz (Universität Passau)
Mit Unterstützung von Dr. Sybille Krafft, Vorsitzende des Historischen Vereins Wolfratshausen e.V. und des Vereins Bürger fürs Badehaus Waldram-Föhrenwald e.V., und Lorenz-Filmproduktion, Icking – © 2014

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  Kirsten Jörgensen 1961–2014
Aus dem Nachruf von Sybille Krafft – November 2014

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