Kolpingplatz 1 • 82515 Wolfratshausen-Waldram • Tel.: 08171–2 57 25 02 • E-Mail: info@badehauswaldram.de



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2017 – GEDENKEN AN DIE BÜCHERVERBRENNUNG – 1933



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Archiv 2013

8.9.13 – Tag des offenen Denkmals 2013
Der TAG DES OFFENEN DENKMALS 2013 stand unter dem Motto Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?. Der Historische Verein Wolfratshausen beteiligte sich erneut an dieser bundesweiten Veranstaltungsreihe und bot in Kooperation mit dem Verein “Bürger fürs BADEHAUS Waldram-Föhrenwald” sowie in Zusammenarbeit mit Kreisheimatpflegerin Maria Mannes einen Rundgang durchs BADEHAUS an.
Dabei wurde auch das Nutzungskonzept für den geplanten Ort der Begegnung und Erinnerung vorgestellt.

BfürB, Denkmaltag 2013, Publikum

Über 100 Besucher interessierten sich für die Veranstaltung.

BaWa, Denkmaltag 2013, Wolfgang Saal, Dr. Sybille Krafft

Dr. Sybille Krafft und Wolfgang Saal

BaWa, Denkmaltag 2013, Maria Mannes

Kreisheimatpflegerin Maria Mannes

BaWa, Denkmaltag 2013, Martin Bruckner

Architekt Martin Bruckner erklärt die Pläne.

BaWa, Denkmaltag 2013, Publikum 2

Bildmitte: Beirat Karlheinz Rauh vor aufmerksamem Publikum

BaWa, Denkmaltag 2013, Thomas Heider

Beirat Thomas Heider und Helfer

BaWa, Denkmaltag 2013, Dr. Sybille Krafft

Dr. Sybille Krafft und Zuhörer

FOTOIMPRESSIONEN: © Phillip Lorenz, Icking

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25.8.13 – Aufgräumt is!

Das erste RAMADAMA des Vereins “Bürger fürs BADEHAUS Waldram-Föhrenwald” hat alle Erwartungen übertroffen. Vom Dach bis zum Keller ist am Samstag, den 24. August, das ehemalige Badehaus am Kolpingplatz in einer großen Gemeinschaftsaktion entrümpelt und sauber gemacht worden: Aufgräumt is!

BaWa, 24.8.13, Ramadama BADEHAUS

Rund 30 Vereinsmitglieder und dem Verein verbundene Helfer trafen sich, um bei strahlend blauen Himmel das BADEHAUS am Waldramer Kolpingplatz leerzuräumen. Der jüngste Teilnehmer beim RAMADAMA war 15 Jahre, der älteste 78! Bereits um 8.45 Uhr nahmen die ersten Helfer ihre Arbeit auf, nachdem in den Tagen zuvor die Räumaktion von einigen Vereinsmitgliedern logistisch vorbereitet worden war.
 
BaWa, Ramadama 24.8.13   Im Laufe des Tages wurden zwei große Container mit Möbeln, Matratzen, Textilien und Kunststoffen zur Gänze gefüllt: ein 10-cbm-Holzcontainer und ein 7-cbm-Abfallcontainer, die vom Seminar St. Matthias bereitgestellt worden waren. Elektroschrott, Stahl- und Leichtmetallabfälle, Kartonagen sowie alle Holzteile, die nicht mehr in den Container passten, wurden an den ausgewiesenen Sammelstellen zur späteren Abholung bereitgestellt. Alle Gartenabfälle wurden säckeweise in die Grüngutannahmestelle verbracht.
Gegen 11.30 Uhr konnten sich alle Helfer an einer Brotzeit stärken, die vom Verein gestiftet wurde. So kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz, und die gute Stimmung aller Akteure blieb während der ganzen Aktion erhalten.

Die Leistungsbilanz: Gartengeschoss, Erdgeschoss, Obergeschoss und Speicher sind nun leergeräumt. Die Wände wurden von Spinnweben befreit, die Böden gekehrt und die Fenster geputzt. Auch rund um das Badehaus wurde saubergemacht: alle Wege und Treppen sind nun von Laub, Gestrüpp und Abfall gereinigt.
Insgesamt wurden bei der Vorbereitung und Durchführung des RAMADAMAS mehr als 200 Arbeitsstunden ehrenamtlich geleistet! Durch diesen selbstlosen und im wahrsten Sinne des Wortes “handfesten” Einsatz ist das BADEHAUS nun wieder in einen sauberen und ordentlichen Zustand gebracht worden.

BaWa, 24.8.13, Ramadama BADEHAUS

BaWa, 24.8.13, Ramadama BADEHAUS

Gegen 16 Uhr hatten die Helfer ihr mitgebrachtes Werkzeug verstaut, und das BADEHAUS wurde wieder verschlossen. Zurück blieben nur einzelne Möbelstücke, die weiterverwendet werden können.

BaWa, 24.8.13, Ramadama BADEHAUS

Auch einige historische Relikte, die beim Aufräumen gefunden wurden, werden nun sorgfältig verwahrt, um später in der geplanten Ausstellung zur Waldramer Geschichte gezeigt zu werden. So wurden im Keller einige Gegenstände entdeckt, die an die Zeit erinnern, als das BADEHAUS noch als Waschküche für das Seminar St. Matthias diente: eine alte Mangel, ein Waschzuber, mehrere hölzerne Waschlöffel sowie ein alter Wäschestampfer. Im Dachboden wurde ein uralter Lederkoffer gefunden, der noch aus der jüdischen DP-Zeit stammen könnte, auch gibt es einige hölzerne Regale, die vielleicht noch aus der Zeit übrig geblieben sind, als das BADEHAUS den NS-Rüstungsarbeitern als Männerbad diente.

BaWa, 24.8.13, Ramadama BADEHAUS

Am “Tag des offenen Denkmals” (am Sonntag, den 8. September) können alle Besucherinnen und Besucher den neuen Zustand des BADEHAUSES selbst in Augenschein nehmen. Der Verein “Bürger fürs BADEHAUS Waldram-Föhrenwald” bietet um 11.30 Uhr eine Führung an und stellt dabei erstmals sein Nutzungskonzept der interessierten Öffentlichkeit vor. Seien Sie zu diesem Termin herzlich eingeladen!
Der Badehausverein freut sich über das erfolgreiche RAMADAMA und bedankt sich bei allen Helferinnen und Helfern.
Dr. Sybille Krafft und Wolfgang Saal
im Namen des Vereins “Bürger fürs BADEHAUS Waldram-Föhrenwald”

BaWa, 24.8.13, Ramadama BADEHAUS

Und großes Vergelt’s Gott an Philipp Lorenz
für den Filmausschnitt und für die Fotos!

BaWa, Ramadama, 24.8.13, BADEHAUS, Vorplatz, Foto: Andrea Weber

Etwas unordentlich sah vorübergehend der
Eingangsbereich des BADEHAUSES aus . . . Foto: © Andrea Weber

BaWa, Ramadama, 24.8.13, BADEHAUS Innenansichten, Foto: Andrea Weber

. . . und zum Schluss waren die BADEHAUS-Räume
fast nicht wiederzuerkennen! Foto: © Andrea Weber

PRESSE
• 31.8.13 – Das Gelbe Blatt – rf
“Badehaus” ist besenrein
Über 200 Stunden: Ramadama des Vereins “Bürger fürs Badehaus”
• 27.8.13 – oberland.de mit weiteren suggestiven Fotos von Andrea Weber
Aufgräumt is!
• 26.8.13 – merkur-online – cjk
Das Badehaus – jetzt besenrein
Bei einer großen Ramadama-Aktion räumten über 30 fleißige Helfer das Waldramer Badehaus leer – und förderten dabei historische Fundstücke zu Tage.
• 25.8.13 – sueddeutsche.de – Barbara Szymanski
“Da ist Jahrzehnte nichts geschehen”
Zahlreiche Freiwillige richten das historische Badehaus in Waldram her. Am Tag des offenen Denkmals können Interessierte das vom Abriss gerettete Gebäude erstmals besichtigen

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Juni 2013 – Das BADEHAUS hat für seine künftige Gedenkstätte das erste originale Exponat erhalten!

BaWa, Helene Berger und Dr. Sybille Krafft

Helene Berger und Dr. Sybille Krafft

Helene Berger, die von 1952 bis 1956 mit ihrer Schwester und ihren Eltern im DP-Lager Föhrenwald lebte, hat dem Verein “Bürger fürs BADEHAUS Waldram-Föhrenwald” eine wertvolle und zeitgeschichtlich sehr interessante Zeichnung ihres Vaters geschenkt:
Es ist der kolorierte Künstlerentwurf für drei Briefmarken, die Karl Maximilian Berger damals im Lager Föhrenwald gezeichnet hatte und die für den Staat Israel bestimmt waren. Die drei Briefmarken zeigen als Motive Jerusalem, den siebenarmigen Leuchter (die Menora) und Theodor Herzl, den Begründer des modernen politischen Zionismus. Der Entwurf ist handschriftlich signiert und datiert mit “Wolfratshausen, 28.5.1952”.

Das etwa DIN-A4 große Blatt enthält auch das zionistische Gedicht Tikwatenu, das die Grundlage für die heutige Nationalhymne Israels haTikwa bildet.

Karl Maximilian Berger wurde 1911 in München als Sohn assimilierter Juden geboren und wuchs in Wien auf. Auf der Flucht vor den Nazis lernte er in Semlin bei Belgrad seine künftige Ehefrau, eine Katholikin, kennen.
1942 kam ihre erste Tochter Gerda zur Welt, 1945 wurde dort auch Helene geboren. Nach einer längeren Odyssee landete die Familie schließlich 1952 in Föhrenwald. Ob Karl Maximilian Berger damals einen Auftrag für seinen Briefmarkenentwurf gehabt hat, ist nicht bekannt. Auch weiß man nicht, ob er tatsächlich seine Arbeit an den jungen Staat Israel verkaufen konnte.

Helene Berger, die heute in Düsseldorf lebt, kam jetzt nach langen Jahren wieder nach Wolfratshausen, um an der 1. Mitgliederversammlung des Vereins “Bürger fürs BADEHAUS Waldram-Föhrenwald” teilzunehmen. Nach einem ausführlichen Zeitzeugengespräch, das Dr. Sybille Krafft geführt und der Ickinger Filmemacher Rüdiger Lorenz mit der Kamera festgehalten hat, übergab Helene Berger das kostbare Exponat dem Verein.

BaWa, Berger, Briefmarken Israel

HATIKWAH (Unsere Hoffnung)
Solang die Hoffnung uns ergreift,
Die der Verbannung Leid versüsst,
Solang der Blick nach Osten schweift,
Wo uns Zions Festung grüßt,
Ist unsre Hoffnung nicht verglüht,
Die uns erfüllt mit lichtem Schein,
Dass einst auch uns das Glück erblüht,
Im Land der Väter frei zu sein!!

 
Für die künftige Videostation des Museums wurde aber nicht nur die Lebensgeschichte von Helene Berger festgehalten. Gemeinsam mit Schülern den Gymnasiums Geretsried (Julia Müller, 17, und Michael Heigl, 18) hat die Vorsitzende des BADEHAUS-Vereins auch den Zeitzeugen Boris Gerczikow interviewt, der ebenfalls zur 1. Mitgliederversammlung angereist war und heute in Frankfurt lebt. 1951 kam er als Elfjähriger mit seiner Familie nach Föhrenwald und blieb dort bis 1957.

BaWa, Boris Gerczikow, Dr. Sybille Krafft und Rüdiger Lorenz

Boris Gerczikow im Interview mit
Dr. Sybille Krafft und Filmer Rüdiger Lorenz

BaWa, Gruppenfoto

v. li.: Martin Walter (Badehaus-Verein),
Helene Berger mit Briefmarkenentwurf,
Dr. Sybille Krafft (Vorsitzende), Boris Gerczikow, Michael Heigl
und Julia Müller (Schüler des Gymnasiums Geretsried)

© Fotos: Fari Lorenz, Icking

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13.6.13 – Jahreshauptversammlung – Rundbrief 1/13
 
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10.5.13 – Veranstaltung zum Gedenken an die Bücherverbrennung 1933

Die Benefizveranstaltung 80 JAHRE BÜCHERVERBRENNUNG des Historischen Vereins Wolfratshausen und des Kulturvereins Isar-Loisach zugunsten des BADEHAUSES am 10. Mai 2013 in der Kulturbühne Hinterhalt war ein sehr erfreulicher Erfolg!

HVW, 10.5.13, Benefizveranstaltung für BADEHAUS

von li.: Andrea Weber, Nuray Kalkan,
Dr. Sybille Krafft und Assunta Tammelleo
Foto: www.oberland.de

 
HVW, Cover Flyer "80 Jahre Bücherverbrennung"   Prominente Gäste lasen Werke verfemter Autoren
Mit Musik von Schülern und Schülerinnen des Gymnasiums Geretsried sowie historische Informationen und Bildern der erfolgreichen Ausstellung “Die Kinder vom Lager Föhrenwald”
Am 10. Mai 1933 fanden in vielen deutschen Städten von den Nationalsozialisten inszenierte Bücherverbrennungen statt. Zu den verfemten Schriftstellern gehörten Bertolt Brecht, Oskar Maria Graf, Ödön von Horváth, Irmgard Keun, Gustav Meyrink, Thomas Mann, Joachim ringelnatz, Kurt Tucholsky und Stefan Zweig. Am 10. Mai 2013 lasen in der Kulturbühne Hinterhalt prominente Gäste aus Werken dieser Autoren.

Schirmherrinnen: Dr. Hildegard Hamm-Brücher und Cornelia Irmer, Erste Bürgermeisterin Geretsried

Weitere Bilder mit frdl. Zustimmung von Fenny Rosemann von oberland.de

Einzelheiten im FlyerPresseberichteVideoclips!

 

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17.2.–6.3.13 – Fotoausstellung in Waldram
Die Kinder vom Lager Föhrenwald

Jüdisches Leben nach 1945 bei WolfratshausenFlyer Plakat
Ein Projekt des Vereins Bürger fürs BADEHAUS Waldram-Föhrenwald e.V.
in Kooperation mit dem Bezirk Oberbayern, Fachberatung Heimatpflege

Im Wolfratshauser Forst entstand kurz nach dem Zweiten Weltkrieg das größte und am längsten bestehende Lager für jüdische Displaced Persons in ganz Deutschland. Heimatlos gewordene Juden aus Polen, Litauen, Russland, Rumänien und Ungarn warteten hier auf ihre Ausreise nach Israel oder hofften, in einem anderen Land ein neues Leben beginnen zu können. Sie bezeichneten sich selbst als “She’erit Hapletah”, was soviel bedeutet wie “Rest der Geretteten”.
Die Ausstellung zeigt weitgehend unbekannte Fotografien aus Privatbesitz und aus internationalen Archiven. Dabei geben die historischen Bilddokumente einen berührenden Einblick in die Geschichte einer lange vergessenen jüdischen Nachkriegskindheit in Oberbayern.

BaWa, Foto-Ausstellung "Die Kinder vom Lager Föhrenwald"

BaWa, Ausstellung "Die Kinder vom Lager Föhrenwald"

BaWa, Ausstellung "Die Kinder vom Lager Föhrenwald"

BaWa, Ausstellung "Die Kinder vom Lager Föhrenwald" title=

BaWa, Ausstellung "Die Kinder vom Lager Föhrenwald"

BaWa, Ausstellung "Die Kinder vom Lager Föhrenwald"

BaWa, Ausstellung "Die Kinder vom Lager Föhrenwald"

BaWa, Ausstellung "Die Kinder vom Lager Föhrenwald"

BaWa, Ausstellung "Die Kinder vom Lager Föhrenwald", Modell

FOTOIMPRESSIONEN der Vernissage der Ausstellung in Waldram: © Justine Bittner

Nach ihrem ersten erfolgreichen Gastspiel in Benediktbeuern – 11.11.–21.12.2012 und 13.1. bis 10.2.13 – war die Ausstellung “Die Kinder vom Lager Föhrenwald” vom 17.2. bis zum 6.3.13 in Waldram im Pfarrheim St. Josef der Arbeiter zu sehen. Bis zur Sommerpause 2013 gastiert sie in der Geltinger Kulturbühne Hinterhalt. Weitere Stationen folgen.

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